Kunst auf der Landesgartenschau

Friedensherde

Die Blaue Herde steht für Toleranz und die Idee: alle sind gleich - jeder ist wichtig. Bisher war sie in über 100 Städten zu sehen und präsentiert sich auch in der Herressener Promenade mit dem Blauschaf als Symbolfigur für eine tolerante Geisteshaltung.

Auf ihrer europaweiten Ausstellungstour macht eine große Herde blauer Schafe aus Polyesterharz eine Zeitlang Station hier auf der Landesgartenschau Apolda. Ihr brillantes, ultramarinblaues Fell erinnert an die Arbeiten des französischen Malers Yves Klein. Auf grüner Wiese erwecken sie die Illusion einer lebendigen, friedlich weidenden Schafherde, mit all ihren sympathischen Assoziationen.

Das unübersehbare, leuchtende Blau der Herde fesselt den Blick des Betrachters und lässt ihn erst bei genauerem Hinsehen erkennen, dass es sich bei den einzelnen Tieren immer um ein und dieselbe Figur handelt, nur in unterschiedlicher Positionierung. Diese Erkenntnis, verknüpft mit der Symbolik der Herde für menschliches Miteinander, wird zur zentralen Botschaft des Kunstprojektes. Alle sind gleich - jeder ist wichtig.

Jenseits aller ethnologischen, religiösen oder kulturellen Unterschiede und mit ihrem ganz speziellen Charme möchten die Blauschafe Denkanstöße geben, auf das Verbindende hinweisen und für friedliches Miteinander und Toleranz werben.

Zur blauen Herden gehört natürlich auch ein Blauschäfer - Rainer Bonk. Neben seinen Aktivitäten im Designbereich entwickelt und fertigt er Modelle für serielle Gussverfahren. Seit 1998 beschäftigt er sich vorwiegend mit der Entwicklung von themenbezogenen Aktionskunstkonzepten sowie Installationen, die im öffentlichen Raum realisiert werden. In diesem Zusammenhang entstand die Kunstfigur "Blauschaf" und die "Aktion Blaue Friedensherde".

Die Blauschafe können in drei Größen im Gärtnermarkt erworben werden.

 

Eine größere Herde präsentiert sich an folgenden Terminen:

  • 03.-05.06.2017 (Pfingsten)
  • 01.-02.07.2017
  • 05.-06.08.2017
  • 23.-24.09.2017 (Abschlusswochenende)

Dame mit Dobermann

Mit diesem besonderen Blickfang in der Herressener Promenade schlägt die Künstlerin Carolin Okon gekonnt den Bogen zwischen dem für die Stadt wichtigen Strick- und Textilhandwerk und der in Apolda gezüchteten Hunderasse Dobermann. Die Skulptur ist ein großes Geschenk für die Stadt Apolda von Carolin Okon. Die Kunstmalerin, die seit 1999 in Leipzig lebt und arbeitet, fertigte für ihre Heimatstadt eine Frau mit Hund in Überlebensgröße. 3 Meter misst die Skulptur aus Stahl und ist rund 500 Kilogramm schwer. Das Kunstwerk ist von Hand bemalt und wurde zuvor feuerverzinkt und grundiert. Nach der Bemalung wurde sie lackiert, so dass die Dame für lange Zeit in der Herressener Promenade flanieren und interessierte Blicke auf sich ziehen kann.

Ihre Stilrichtung bezeichnet sie selbst als Comic-Futurismus. Aus der geschwungenen Handbewegung heraus, bleibt der Strich gesetzt. So entstanden zum Beispiel zwei unterschiedlich wirkende Absatzschuhe.

Von der Idee, über die Planung und Organisation, bis hin zur Umsetzung, sind drei Jahre verstrichen. Das Interesse an der geschichtlichen Bedeutung der Textilindustrie für Apolda kommt nicht von ungefähr: Als Lehrling schnupperte sie selbst einige Monate in das Textilhandwerk hinein. Nun hofft Carolin Okon, mit ihrer farbenfrohen Skulptur Freude zu verbreiten und vielleicht auch einen passenden Namen für Ihr Kunstwerk zu finden.

Während der vielen Arbeitsschritte, hat die Künstlerin die Skulptur so bewegt, wie Frauen eben Schweres bewegen; sie bat Männer um Hilfe. Allen voran die Männer der Metallbaufirma Holl und IW Classic.

Der Fragende

Im Beitrag der Friedhofsgärtner und Steinmetzte tritt eine Skulptur besonders hervor. Die Bronzeskulptur des Fragenden im Memoriamgarten "Sternenkinder " wurde von Sabine Eichholz , Andreas Dospiel und Lucas Riewe gearbeitet , gegossen von Kunstgiesserei Strassacker.

Eine Variante der Skulptur befindet sich in der Galerie ArtDrogerie in Apolda.

Glasarche 3

Kunst und Natur lassen sich ganz wunderbar miteinander verbinden. Aus diesem Gedanken entwickelte der Landschaftspflegeverband Mittleres Elstertal e. V. die Idee, ein riesiges Boot aus Glas als Arche auf Expedition durch Mitteldeutschland zu schicken. Entlang der schönsten Natur- und Kulturgebiete soll es die Menschen daran erinnern, dass die Umwelt empfindlich ist und es in unserer Hand liegt, sie zu schützen und zu bewahren.

Im November und Dezember 2015 erweckte der bayerische Glaskünstler Roland Fischer mit Kollegen das bedeutungsschwere, rund fünf Meter große Boot Glasschicht für Glasschicht zum Leben. Der thüringische Holzkünstler Christian Schmidt gestaltete Anfang 2016 die riesige Eichenhand, in der die Glasskulptur seither ruht.

Mit ihrer Botschaft beladen, begab sich die Glasarche3 am 23. April 2016 auf ihre große Reise, die sie bis 2019 entlang besonderer Plätze und Orte Mitteldeutschlands führt.

An 8 Stationen ging das gläserne Boot bereits vor Anker, unter anderem in der Elsteraue, vor dem Naumburger Dom und an der Arche Nebra. Bis 2019 folgen 17 weitere Stationen, darunter die Landesgartenschau Apolda (29.04. - 31.05.2017) und der Nationalpark Harz auf dem Weg zum Brocken, bevor die Glasarche 3 im Herbst 2019 am Kloster Posa bei Zeitz ihren dauerhaften Hafen findet. Dabei soll die Arche vor allem Kommunikation stiften und Nähe schaffen - zwischen Naturbegeisterten und Kulturschaffenden, zwischen Einheimischen und Touristen, zwischen regionalen Entscheidungsträgern und Naturschützern.

Die Mutter Natur

Eine lange Reise liegt hinter dieser Dame: 163 Tage war sie auf einer "GartenZeitReise" - der 3. Thüringer Landesgartenschau 2015 in Schmalkalden. Von dort kam sie nach Apolda, als überlebensgroßer Staffelstab für die Gastgeberstadt der 4. Thüringer Landesgartenschau. Geschaffen wurde die Dame von Holzbildhauermeister Ronny Denner aus der Rhön.

Eine überlebensgroße "Mutter Natur" aus Eichenholz, die nun auch den Veranstaltern hier in Apolda Glück bringen soll für ein schönes, fröhliches Gartenfest. Wie sehr eine Landesgartenschau das Gesicht einer Stadt verändern kann, das zeigt sich in Schmalkalden. Die Brachen einer industriegeprägten Vergangenheit wurden in Parks verwandelt. Nach dem großen Gartenfestival mit mehr als 300.000 Besuchern sind sie nun Naherholungsgebiete für die Bürger. In alter Pracht zeigt sich auch wieder der Terrassengarten des Renaissance-Schlosses Wilhelmsburg, der nach historischem Grundriss restauriert und bepflanzt wurde. Und noch viel mehr ist geblieben von Thüringens 3. Landesgartenschau. Investitionen von etwa 32 Millionen Euro haben der Stadt einen neuen ÖPNV-Knoten, neue Straßen und ein neues Pflaster in der Innenstadt gegeben. Das Bahnhofsgebäude wurde saniert, der Bahnsteig erneuert. Mit dem Gartenfest 2015 konnte sich Schmalkalden aber auch als Tourismusort über die Landesgartenschau hinaus präsentieren. Im Jubiläumsjahr "500 Jahre Reformation: Lutherjahr 2017" erwartet die Stadt, in der die Verteidiger der Reformation den berühmten Schmalkaldischen Bund schlossen, erneut zahlreiche Besucher.

Auf der Abschlussveranstaltung der Landesgartenschau in Schmalkalden hat Marina Held den "Staffelstab", die Holzskulptur von Ronny Denner, "Die Mutter Natur", mit den besten Wünschen für die Landesgartenschau 2017 an Apolda überreicht.

Crazy Chairs

"Mit geschlossenen Augen zwischen Himmel und Erde schweben, nirgends ankommen, aber trotzdem unterwegs sein".

Probieren Sie es in der Herressener Promenade selbst aus. Entspannen Sie in den bequemen Hängematten und rückenfreundlichen Hängesesseln von Crazy Chair unter den schattigen Bäumen am Friedensteich. Die wetterfesten Hängematten und Hängesessel sind hautfreundlich und atmungsaktiv, heizen sich bei starker Sonne nicht auf und bleiben angenehm luftig kühl. Das Material ist resistent gegen Regen und Meerwasser, ideal geeignet für Outdoor und Nassräume. Alle Farben sind lichtecht und UV beständig.

Die Crazy Chair Manufaktur befindet sich in der Nähe von München. Dort reifen die Ideen zu Design, Material und Verarbeitung. Die Hängemöbel werden mit Liebe und Gelassenheit in Handarbeit hergestellt und anschließend fix und fertig geknüpft ausgeliefert. Sie können ohne Mühe aufhängt werden, außerdem sind sie leicht zu transportieren.