Botschaftergarten macht Lust auf Saale-Unstrut-Region

Am 29. April 2017 war es soweit: Die 4. Thüringer Landesgartenschau öffnete ihre Pforten und lud zahlreiche Besucher unter dem Motto „Blütezeit Apolda“ auf eine Entdeckungsreise durch die Welt der Gartengestaltung ein. Bereits am Eröffnungswochenende übertrafen die Besucherzahlen alle Erwartungen.

Im Burgenlandkreis liefen die Vorbereitungen im Vorfeld auf Hochtouren, um rechtzeitig zur Eröffnung mit einem besonderen Garten glänzen zu können: Im Botschaftergarten präsentiert sich die Saale-Unstrut-Region gemeinsam mit der Stadt Bad Sulza. Kreativ und inspirierend gestaltet, wird die Vielseitigkeit der Tourismusregion greifbar.

 

Gestaltung
Eines der wichtigsten Gestaltungselemente der Ausstellungsfläche ist die Burgruine mit der Glocke der Stadt Laucha. Sie ist als Hinweis auf die Gebrüder Ulrich zu verstehen, die mit ihrem Wirken die Städte Laucha und Apolda verbinden. Beide sind als Glockenstadt bekannt. Über 149 Tage hinweg werden im Wechselflor drei Bilder entstehen: Zu Beginn das farbenfrohe Saale-Unstrut-Logo (siehe Bild), anschließend die Himmelsscheibe von Nebra, die auf das 10-jährige Jubiläum der Arche Nebra und die neue Sonderausstellung "Aus der Tiefe geboren - Die Himmelsscheibe von Nebra" hinweisen soll. Nach der Entscheidung der UNESCO-Kommission über den Welterbe-Antrag der Region im Sommer 2017 in Krakau wird das Welterbe-Logo gepflanzt. Das Thüringer Weintor, dessen Original in Bad Sulza steht, verweist auf die Bedeutung als Weinregion. Zur Verfügung gestellt wird die Nachbildung durch den Thüringer Weinbauverein Bad Sulza e.V. Weiterhin sind ortsbekannte Miniaturabbildungen der Toskana Therme Bad Sulza, der Trinkhalle und des Gradierwerks "Louise" zu finden. Andreas Clauß, Geschäftsführer des Thüringer Weinguts Bad Sulza, zog dafür bereits seit Beginn des Jahres 2016 Weinreben in Gefäßen, die im Botschaftergarten weiter gedeihen dürfen.

Vorbereitungen
Nachdem zunächst ein Planentwurf und die zugehörigen Pflanzraster für den Wechselflor mit Unterstützung der GALA-MIBRAG-Service GmbH sowie Boy und Partner Ingenieurbüro für Bauwesen GmbH erarbeitet wurden, sind die bauausführenden Firmen Otto Kittel GmbH & Co Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau KG Zorbau sowie Gärten von Panknin GmbH Apolda zur Tat geschritten. Landrat Götz Ulrich und Wirtschaftsamtsleiter Thomas Böhm begutachteten bereits im Dezember 2016 die ersten Baufortschritte.

Götz Ulrich zur Idee: "Mit dem Botschaftergarten Saale-Unstrut zur Landesgartenschau 'Blütezeit Apolda 2017' möchten wir die Chance ergreifen, eine hohe Aufmerksamkeit für die Angebote unserer Tourismusregion zu erzeugen. Ich bin mir sicher, dass es uns dank der ansprechenden kreativen Gestaltung mit Hinweis auf die Glanzlichter unserer Region gelingen wird, das Interesse an unserer Region noch weiter zu steigern und Lust zu machen auf einen Besuch."

Vernetzung
Vielen touristischen Anbietern der Saale-Unstrut-Region, u. a. den Residenzstädten Merseburg, Weißenfels, Zeitz, der Arche Nebra, dem Thüringer Weinbauverein Bad Sulza e.V. und dem Förderverein Welterbe an Saale und Unstrut e.V., bietet sich im Botschaftergarten sowie im angrenzenden Thüringen-Pavillon die Möglichkeit, sich vorzustellen und für die Besonderheiten an Saale-Unstrut zu werben.

Ein besonderes Ereignis erwartet die Besucher am 25. Juni 2017: An diesem Tag kann auf der Bühne ein Ausschnitt des neuen Musicals "Alban und die Königin" vom Ensemble des Vereins "music art weißenfels" bestaunt werden. Weitere kleine Überraschungen für den Botschaftergarten sind bereits in Planung.

Die Vernetzung über Landes- und Kreisgrenzen hinweg ist dem Burgenlandkreis ein Kernanliegen. Das ist auch der Grund für die Mitgliedschaft in der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland. Mit dem Botschaftergarten wird dieses Anliegen auf praktische und vielfältige Weise umgesetzt.

Im Hinblick auf die touristische Vernetzung konnte nicht zuletzt von der gegenseitigen Mitgliedschaft der beiden Tourismusvereine Saale-Unstrut-Tourismus e.V. und Weimarer Land Tourismus e.V. profitiert werden. Erst kürzlich stellte der Landkreis Weimarer Land sein neues Tourismuskonzept vor, in dem ein Schwerpunkt auf die geplante Vernetzung mit der Saale-Unstrut-Region gelegt wurde.

 

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